Pages

27.07.2016

Alles unter einen Hut

Nach langer Zeit habe ich endlich einen passenden Nebenjob für mich gefunden. Für meine Ausbildung als Heilpraktikerin für Psychotherapie muss genug Zeit zum Lernen sein, deshalb ist es natürlich nicht ganz so leicht einen Job zu finden der einen guten Verdienst und Lernzeit bietet. Mittlerweile habe ich mich an den Alltag mit Job gewöhnt, doch trotzdem gibt es Tage an denen mich die Motivation, ein Buch in die Hand zu nehmen, im Stich lässt. Und dann gibt es natürlich auch noch den Blog, der nicht zu kurz kommen soll. Ausbildung, Arbeit, Privatleben, Blog... das alles muss unter einen Hut! Doch wie funktioniert das ohne sich unter Druck zu setzen?

Die ungeschminkte Wahrheit

orginal_gesicht
Photo by Kerstin
Mein Morgen läuft eigentlich immer wie ein Ritual ab. Nach ein paar Mal umdrehen, quäle ich mich aus dem kuschelig warmen Bett und verschwinde gleich ins Bad. Ungeschminkt komm ich da eher selten wieder raus. Oftmals muss sogar mein Hund kurz warten, bis ich wenigstens Wimperntusche und Rouge aufgelegt habe, um mit ihm vor die Tür zu gehen. Sollte es doch vorkommen, dass ich ohne Make-Up das Haus verlasse, fühle ich mich wahnsinnig unwohl. Wie ein zerzauster, blasser Zombie mit tiefen Augenringen. Meine Körperhaltung macht das Ganze nicht besser, denn meist laufe ich dann mit geneigtem Kopf an den anderen Leuten vorbei, um ihre Blicke zu meiden und nicht darüber grübeln zu müssen, was sie sich wohl denken könnten. Natürlich ist mir bewusst, dass ich in Wirklichkeit nicht ganz so schlimm aussehe. Und der Spruch „ist doch egal was andere denken“, hängt mir schon zum Hals raus. Trotzdem scheint es als würde ich mir morgens vor dem Spiegel, mit meinem Make-Up ein Stück Selbstbewusstsein auftragen.