Pages

27.07.2016

Alles unter einen Hut

Nach langer Zeit habe ich endlich einen passenden Nebenjob für mich gefunden. Für meine Ausbildung als Heilpraktikerin für Psychotherapie muss genug Zeit zum Lernen sein, deshalb ist es natürlich nicht ganz so leicht einen Job zu finden der einen guten Verdienst und Lernzeit bietet. Mittlerweile habe ich mich an den Alltag mit Job gewöhnt, doch trotzdem gibt es Tage an denen mich die Motivation, ein Buch in die Hand zu nehmen, im Stich lässt. Und dann gibt es natürlich auch noch den Blog, der nicht zu kurz kommen soll. Ausbildung, Arbeit, Privatleben, Blog... das alles muss unter einen Hut! Doch wie funktioniert das ohne sich unter Druck zu setzen?

  • Sich organisieren... hört sich etwas streng an, muss es aber gar nicht sein. Für mich zählt hier nur folgendes: Welche Aufgaben sind heute wichtig? Die eher unwichtigen kann man bei einem zu vollen Tag auch mal verschieben. Plant außerdem für Eure Verpflichtungen ausreichend Zeit ein... seit dabei fair zu Euch selbst! Ihr müsst keinen Rekord aufstellen! Mein Trick hierbei: Mehr Zeit für Dinge, die ich liebe, einplanen. Die sind dann meist sowieso schneller erledigt, weil sie wie selbst von der Hand gehen. Die weniger lieben Dinge müssen natürlich auch erledigt werden, aber man muss ja nicht so viel Zeit mit ihnen verbringen!Karteikarten

    1. Das einfachste ist es natürlich sich zu denken: "Andere schaffen´s ja auch!"... ABER das umzusetzen ist wiederum gar nicht einfach. Denn ich bin nicht die Anderen. Bevor man mit einem Tagesplan oder Ähnlichem beginnt, muss einem erstmal klar werden, dass der Alltag sich MIR anpassen muss. Wieviel schaffe ich am Tag? Wie schnell arbeite ich? Wie lange bin ich aufnahmefähig? Wann bin ich am aufnahmefähigsten? Für mich ist das der Wichtigste Punkt überhaupt, denn genau hier beginnt der Stress... den man so leicht umgehen kann, wenn man manchmal nicht zu streng mit sich ist, sich eingesteht, wenn es zu viel wird und besonders wichtig: Sich selbst belohnt!
    2. Damit kommen wir zum zweiten Punkt. BELOHNUNG... Mein kleiner Trick um meine Motivation auszutricksen. Nach der Arbeit ist es schwer sich zum Lernen aufzuraffen. Da ich Morgens um 04:00 Uhr aufstehe, mache ich meist erstmal eine Pause um zu Hause anzukommen und wieder fit zu werden. Schwierig danach wieder in die Pötte zu kommen. Mithilfe einer Versprechung raffe ich mich da leichter wieder auf... z.B.: "nach dem Lernen darfst du die neue Folge deiner Lieblingsserie schauen!" Steht ihr so auf Süßigkeiten wie ich? Dann belohnt Euch mit einer Tasse Heiße Schokolade! Oder bittet Euren Partner Eure Motivation mit anzustacheln, indem ihr sagt: "Nach dem anstrengenden Lerntag geht´s ab ins Kino!" Was auch immer Euch einfällt und Euren Hintern hochbringt, belohnt Euch damit!
    3. Andere um Hilfe bitten... das erlaubt der Stolz meist nicht, kann man aber lernen. Versucht einfach mal Aufgaben, die ihr nicht zwingend selbst erledigen müsst, abzugehen. Das können banalste Dinge sein, wie die Spülmaschine ausräumen. Ist der Kopf sowieso schon voll genug, stören solche nebensächlichen Verpflichtungen die Konzentration. Das Abgeben ist keine Schwäche! Seht es mal so... Dem "Helfer" vermittelt das nur "ich brauche dich!" Und das ist ein tolles Gefühl!
    4. Diese Tricks beziehen sich auf den Spaß am Lernen! Der Lernstoff an sich sieht meist etwas angst einflößend aus. Da kann der Inhalt noch so interessant sein, an ein Skript mit 800 Seiten setzt man sich eher ungern. Ich hab mir daher Karteikarten gebastelt. Viele bunte Muster vermitteln gute Laune und Freude! So geht man schon mit einem ganz anderen Gefühl an die Sache ran. Mein anderes Lernmittel sind Notizbücher... das hilft mir den Lernstoff zu sortieren und somit auch meinen Kopf. Dazu muss ich sagen, und da bin ich wahrscheinlich nicht die Einzige, ich liebe Notizbücher. Leere Seiten, die man mit Skizzen, Mindmaps und sonstigem füllen kann. Der letzte Trick ist Musik... nichts kann besser ein Wohlgefühl auslösen, als die Lieblingsmusik. Das kommt natürlich ganz auf den Lerntyp an, manche brauchen Ruhe um sich konzentrieren zu können... Klassische Musik steigert meine Konzentration! Lieder mit Texten sind beim Lernen eher unvorteilhaft. Fällt Euch etwas anderes ein, was in euch ein Wohlgefühl auslöst? Probiert es mit dem Lernen zu verbinden!
    Natürlich bin ich gerade in einer Situation, in der ich mir die Zeit einigermaßen frei einteilen kann. Mir ist bewusst, dass die Meisten von Euch wahrscheinlich Vollzeit arbeiten und nebenbei noch andere Verpflichtungen haben. Dennoch glaube ich, dass auch Euch manche dieser kleinen Tricks helfen könnten, weil sie so einfach in den vollgestopften Alltag zu integrieren und anzuwenden sind. Viel Spaß beim Ausprobieren!

    vio

    Keine Kommentare:

    Kommentar veröffentlichen